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Ein
Jahr mit Gringo, unserem Klassenhund
Vor
einem Jahr war es soweit: Gringo kam in unsere Klasse. Da war
natürlich was
los! Alle waren sehr neidisch auf uns. Gringo war aber auch total
niedlich.
Heute können wir uns gar nicht mehr vorstellen, wie klein der mal
war. Richtig
knuddelig! Aber schnarchen konnte der schon immer wie ein Großer.
Das finden
wir echt witzig. Heute kann er uns beim Arbeiten den Kopf auf den Tisch
oder
die Schulter legen und zugucken. Leider sabbert er dabei manchmal ganz
schön.
Aber man gewöhnt sich daran. Und dann machen wir das halt wieder
weg. Wir
freuen uns immer, wenn Gringo da ist. Der hat so ein schönes
weiches Fell und
will immer gestreichelt werden. Na ja, fast immer. Wenn er das nicht
möchte,
geht er in seine Ecke und schläft. Das würden wir in der
Schule auch gerne
machen, aber das dürfen wir natürlich nicht. Witzig ist, dass
Gringo uns seine
„kleine“ Pfote auf die Beine oder den Arm legt, wenn er gestreichelt
werden
will. Der ist echt dreist. Aber uns freut das natürlich, wenn er
uns vom
Unterricht abhält. Wir finden ja, dass wir uns trotzdem auf den
Unterricht
konzentrieren und vernünftig arbeiten können. Wenn er aber
gar nicht genug
bekommen kann, schickt ihn Frau Wanschers in seine Ecke. Oder er legt
sich auf
unser Klassensofa. Das sieht echt zum Schreien aus. Der glaubt
wahrscheinlich
wirklich, dass er ein kleiner Schoßhund ist. Mit Gringo haben wir
sehr viel
Spaß. Letztens ist er z. B. aus seiner Ecke gekommen und hat sich
vor die Tafel
gesetzt und uns angeguckt. Und dann hat er einen riesigen Furz
losgelassen. Wir
haben Tränen gelacht. Na ja, zumindest solange bis der Geruch in
unsere Nasen
kam. Er hat sich auch direkt wieder in seine Ecke gelegt. Toll sind vor
allen
Dingen die Pausen, wenn Gringo da ist. Dann dürfen alle
Schüler mit ihm
spielen. Wir werfen Stöckchen, oder versuchen Gringo zu fangen,
der dann mit
dem Stock wegrennt oder machen mit ihm Futterspielchen. Das ist super!
Voll
cool, wenn unser „Dicker“ Sitz oder Platz macht, wenn wir ihm das
sagen. Der
ist nämlich überhaupt nicht verfressen. Gar nicht. Wenn wir
einen neuen Schüler
bekommen ist das auch immer sehr witzig, weil alle erst einmal Angst
haben,
weil Gringo so groß ist. Aber das dauert nicht lange und er
findet Gringo auch
toll. Wenn Gringo da ist, gibt es auch viel weniger Streit und man ist
viel
besser gelaunt. Irgendwie schafft Gringo das. Warum, wissen wir auch
nicht.
Wahrscheinlich ist Gringo einfach ein „Klasse (n) hund“. Wir geben ihn
jedenfalls nicht wieder her.
Klasse
5/6 der Hans-Christian-Andersen-Schule Gronau (Mai 2005)
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